KE-Schweißen: Beschläge und Scharniere

 

Passiv-Häuser mit sehr guter Wärmedämmung brauchen entsprechend gedämmte und damit schwere Fenster und Türen. Diese benötigen sichere Verriegelungen und Scharniere, welche statische und dynamische Belastungen zuverlässige in Rahmen und Profile einleiten.

Schweißtechnologie

Wenn, wir hier gezeigt, ein 6 mm Bolzen mit maximal 10 kN scherend belastet wird, muss der komplette Querschnitt geschweißt sein. Nur der KE- Prozess schafft dieses, ohne die Bauteile durch hohe Prozesswärme zu belasten.

Wenn neben der sicheren Verbindung die Optik eine große Rolle spielt, sind deutliche Spuren der Schweißverbindung unerwünscht. Zwei dieser unscheinbaren Platten tragen eine Glastür. Eine Schweißnaht stört bei der Montage, Anlauffarben müssten aufwendig beseitigt werden und unsichere Schweißungen sind gefährlich. Wenn solche Aufgaben mit einem Widerstands-schweißverfahren gelöst werden können, hat man nennenswerte Kostenvorteile z. Bsp. gegenüber dem Laserschweißen.

Ist die Pressung auf Funktionsflächen zu groß oder der Blechquerschnitt kann Kräfte nicht dauerhaft aufnehmen, kann man nur die Materialeigenschaften verbessern. Innovative Härteverfahren bieten sehr gute Lösungsansätze. Härtbare oder gehärtete Bauteile haben allerdings eine eingeschränkte Schweißeignung. Das KE- Schweißen mit Doppelimpuls bietet hier eine bewährte Lösung. Schweißen mit Impuls 1 und Anlassen mit dem zweiten Impuls funktioniert sicher und zuverlässig.

Um einfache Bauteile kostengünstig herzustellen und dennoch vor Korrosion zu schützen, verwendet man schon entsprechend beschichtetes Ausgangsmaterial. Muss dann geschweißt werden, sind ext-rem wärmearme und effiziente Verfahren gefragt. Beim KE- Schweißen steigen Strom und damit die Wärme, ausgehend von der Schweißstelle sehr schnell an. Bis zu 80% der eingesetzten Energie werden ausschließlich zum Erhitzen der Schweißgeometrie verbraucht. Es gibt keinen Wärmeverzug und Beschichtungen werden nicht beschädigt.