Begriffe

Das DVS-Merkblatt 2911 „Kondensatorentladungsschweißen – Grundlagen, Verfahren und Technik“ beschreibt die Grundzüge des KE-Schweißens und definiert allgemeine Begriffe und Größen:

Bauteilkontrolle Abgleich der erreichten Ist-Position in Bezug auf die Soll-Position nach dem Aufsetzen der beweglichen Elektrode auf die Fügeteile und abgeschlossenem Kraftaufbau vor dem Schweißen. Liegt die Ist-Soll-Differenz außerhalb des einstellbaren Grenzwerts wird eine Fehlermeldung generiert und das Schweißen verhindert.
Einsinkweg sI/mm Weg der beweglichen Elektrode während der Stromfluss- und der Nachhaltezeit
(bis zum Elektrodenstillstand). Dieser Wert kann überwacht werden.
Elektrodenkraft FS/kN Anpresskraft, mit der die Elektroden auf die zu fügenden Teile drücken.
Ladespannung U0/V Die Spannung, mit der die Kondensatoren vor dem Schweißen aufgeladen wurden. Über die Kapazität wird über die Ladespannung die dem Transformator zugeführte Energie bestimmt.
Nachhaltezeit tNH/ms Schließt sich der Stromflusszeit an; während der Nachhaltezeit kühlt die Schweißstelle unter der Anpresskraft ab.
Schweißenergie E/kWs

Die vor dem schweißen in den Kondensatoren gespeicherte Energie, die sich nach E = 0,5 C U02 berechnet.

Setzweg sF/mm Weg der Elektrode von der Grundposition (Elektroden geöffnet) bis zum Aufsetzen auf die Fügeteile. Am Ende des Setzvorgangs wird die Bauteilkontrolle durchgeführt.
Spitzenstrom IP/kA Maximalwert im zeitliche Verlauf des Schweißstroms, der als exponentieller Stoßstrom (eine halbe Sinusschwingung, die von einer abklingenden Exponentialfunktion überlagert ist) zu charakterisieren ist. Fälschlich auch als „Schweißstrom“ bezeichnet.
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