Prozessdokumentation als Notwendigkeit der Qualitätssicherung

Kondensatorentladungsmaschinen (KE-Maschinen) werden überwiegend in der Serienproduktion eingesetzt, in der pro Schicht mehrere hundert bis tausend Teile geschweißt werden. Verfahren zur Online-Prüfung der Schweißverbindung sind nicht bekannt, zerstörungsfreie Prüfungen kommen beim KE-Schweißen kaum zur Anwendung. Deshalb werden zyklisch gefertigte Teile aus dem Produktionsprozess ausgeschleust und entsprechend der QS-Festlegungen zerstörenden Überprüfungen unterzogen. Um sicherzustellen, dass diese Stichproben repräsentativ für die zwischenzeitlich geschweißten Verbindungen sind, bedarf es einer wirkungssamen Überwachung.

Die Maschinen der Produktreihe KKC, KKP und die Stromquellen KKM verfügen über die Schweißsteuerung PrimusKE (nachfolgend dargestellt), die zahlreiche Messkanäle bietet, um die relevanten Prozessgrößen mit einer Abtastfrequenz von 20 kHz zu messen.

Bei den Anschlüssen handelt es sich um:

  • 1: interne Anschlüsse
  • 2: Netzversorgung
  • 3: Sekundärstrommessung
  • 4: Elektrodenspannungsmessung
  • 5: inkrementelle Wegmessung
  • 6: Analogmessung
  • 7: Proportionalventile
  • 8: Digitale Eingänge/ Ausgänge
  • 9: Busanschlüsse
  • 10: LED-Betriebsanzeige

Der Strommesseingang 3 (Klemme 1X3) ist für den Anschluss eines Rogowskigürtels (mit 150 mV/kA) vorgesehen, der serienmäßig installiert ist; ein zugehöriger Integrator ist in der Steuerung integriert. Ebenso serienmäßig ist das Messen der Elektrodenspannung 4 (Klemme 1X13) vorgesehen. Entsprechend Kundenwunsch können zwei inkrementelle Wegaufnehmer 5 und/oder bis zu vier frei definierbare Analogmesssignale 6 (0 bis 10 V bzw. 4 bis 20 mA) angeschlossen werden. Die beiden Anschlüsse für die Proportionalventile 7 (PV1 und PV2) besitzen einen Analogeingang, über den das Ist-Signal (soweit das Proportionalventil über eine Rückmeldung verfügt) ebenfalls aufgezeichnet wird.

Menü