Prinzip KE-Schweißen / KES

Das Kondensatorentladungsschweißen wird aufgrund der kurzen Stromanstiegszeit und der vergleichsweise niedrigen und schnellen Wärmeeinbringung gegenüber dem konventionellen Punkt- oder Buckelschweißen seit Mitte der 50er Jahre für ausgewählte Schweißaufgaben eingesetzt. Im allgemeinen Sprachgebrauch haben sich die Abkürzungen KE-Schweißen, KES, Kondensator-Impulsschweißen oder auch die von der englischsprachigen Bezeichnung „capacitor discharge welding“ abgeleitete Abkürzung CD-Schweißen durchgesetzt.

Das Kondensatorentladungsschweißen gehört zur Gruppe der konduktiven Widerstandspressschweißverfahren. Es gilt als mögliche Stromquelle für das Buckelschweißen, findet aber auch als Widerstandspunktschweißen Anwendung.

Aus heutiger Sicht dominiert das Buckelschweißen, das durch einen Fügeteilpartner mit buckelähnlicher Kontur, um den Stromfluss auf die Berührungsfläche zu konzentrieren, charakterisiert wird. Beim Widerstandspunktschweißen wird die notwendige Stromkonzentration dagegen durch die Geometrie der Elektrodenspitze realisiert. Während das Widerstandspunktschweißen vermehrt Einsatz im Karosseriebau oder bei dem Verbinden von dünnen Blechen findet, wird das Kondensatorentladungsschweißen unter anderem in großer Vielfalt im Getriebebau oder beim Fügen von Schweißmuttern und -bolzen bei unterschiedlichen Werkstoff- und Wanddickenkombinationen genutzt, um Gewicht, Energie und Ressourcen einzusparen.

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